Übersicht

1. Wie entstehen die Kalkablagerungen?

Wasser ist nicht gleich Wasser. Je nach Einzugsgebiet ist das Wasser weich oder sehr hart. Die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit ist die maßgebliche Ursache dafür. Das Wasser löst beim Versickern verschiedene Mineralstoffe aus dem Boden und schließt diese in Wasserionen ein, sodass sie in unser Trinkwasser gelangen.

Calcium ist für die Lebensgrundlage von besonderer Bedeutung. Hartes oder weiches Wasser ist vom Calciumgehalt des Wassers abhängig und wird in Härtebereiche (HB) unterteilt bzw. in °dH (Grad deutscher Härte) gemessen.

- HB 1 = bis 7°dH
- HB 2 = bis 14°dH
- HB 3 = bis 21°dH
- HB 4 = bis 28°dH

Es gibt aber auch Wasser mit höheren Härtegraden. Die natürlich vorhandene Kohlensäure sättigt sich mit den Calciumionen bis ca. 7°dH. Liegt eine höhere Calciumbelastung vor, so versuchen die freien Calciumionen ihrerseits eine Sättigung zu erzielen. Es führt dann zu kristallinen Ablagerungen. Wird das Wasser erwärmt, so entweicht die Kohlensäure und gibt die ursprüngliche Kalkbindung frei. Diesen Vorgang kann man am Wasserkocher sehr gut beobachten. Der hier ausfallende Kalk formiert sich zu Kesselstein.
1mm Kalkablagerung in Heizgeräten verursacht ca. 10% höheren Energieaufwand.

Bei ungesättigter Kohlensäure besteht aggressives Wasser, das zur Sättigung die Rohre angreift und somit zu Lochfraß führt.

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2. Welche Schäden verursacht der hohe Kalkanteil?

Hoher Calciumgehalt ist gesundheitlich vorteilhaft und auch ein wichtiger Geschmacksträger. Bei den technischen Installationen können jedoch erhebliche Schäden durch Kalkinkrustierungen entstehen, die hohe Wartungs- und letzlich Erneuerungskosten verursachen.

Die Verkalkungen können zu folgenden Schäden führen:
* Verkalkte Rohre und Ventile, die zu Druckverlust und Totalverstopfung führen;
* Verkalkte Wärmetauscher verursachen erhöhten Energiebedarf;
* Verkalkte Wasserhähne, Duschköpfe, Duschkabinen und Fliesen (chemische Kalklöser beschädigen die Oberflächen);
* Verkalkte Warmwasserspeicher, Durchlauferhitzer, Kaffeemaschinen, die letztlich erneuert werden müssen;
* Höherer Wasch- und Spülmittelverbrauch bei hohem Kalkanteil.

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3. Wie lassen sich Verkalkungsprobleme lösen?

Verkalkungsprobleme können durch Kalkreduzierung mittels Ionentauscher oder durch Kalkwandlung mittels physikalischer Wasseraufbereitung gelöst werden.
Die physikalische Wasseraufbereitung ist der kostengünstigste und umweltfreudlichste Weg. Es gibt jedoch Anwendungen, die eine Kalkreduzierung erfordern.


Die physikalische Wasseraufbereitung wandelt die Calciumionen in gesättigte, ladungsneutrale Kleinstkristalle, die mit dem Wasser ausgespült werden. Die pulverisierten Kristalle lassen sich leicht feucht abwischen, sodass auf chemische Kalklöser verzichtet werden kann. Das Wasser wirkt weicher, obwohl alle wichtigen Mineralstoffe erhalten bleiben. Somit kann weniger Wasch- und Spülmittel dosiert werden.
Bestehende Inkrustierungen werden mürbe und durch die Wasserverwirbelung ausgespült. In über 90% der Anwendungen ist die physikalische Wasseraufbereitung zur Lösung der Kalkprobleme die ideale Lösung, da kostengünstig, umweltschonend und keinerlei Wartungsbedarf.

Die Kalkreduzierung durch Ionentauscher (Salzanlagen) ist überall dort notwendig, wo die vorhandenen Mineralstoffe entfernt werden müssen (wie z.B. bei Gewerbespülmaschinen) oder die Maschinentechnik eine Kalkreduzierung erfordert (wie z.B. bei einigen gewerblichen Kaffeemaschinen).
Der Ionentauscher reduziert den Kalkanteil bis auf 8°d.H..
Bei weiterer Reduzierung besteht die Gefahr der Materialzersetzung. Die dann noch vorhandene Restverkalkung kann mit der physikalischen Wasseraufbereitung gelöst werden.
Beim Ionentauscher wird das Wasser mit Natriumionen durch den Ionentausch angereichert. Für die Trinkwasseraufbereitung ist dieses Verfahren aus gesundheitlichen Gründen nicht unbedingt empfehlenswert.
Die in das Abwasser abgeführten Salze belasten zudem die Umwelt.
Nicht nur die höheren Kosten, sondern auch die Trinkwasserbeeinträchtigung und die Umweltbelastung sollten den Einsatz der Ionentauscher auf absolut notwendige Anwendungsfälle beschränken.

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4. Wie entsteht rostiges Wasser?

Rostiges Wasser kann bei Brunnenwasser durch hohen Eisenanteil oder bei verzinkten Leitungen durch Oxidation entstehen.

Bei Brunnenwasser kann die Ursache der hohe Eisenanteil sein, der in Verbindung mit Sauerstoff oxidiert. Der Eisengehalt sollte dann durch Enteisenungsanlagen reduziert werden.
Bei städtischem Wasser können Rostpartikel eingespült werden. Ein Rückspülfilter kann hier Abhilfe schaffen.
Bei verzinkten Rohrleitungen oxidiert das Eisen durch die freie Kohlensäure und bildet dadurch einen Rostschlamm, der häufig durch Kalk gebunden wird. In den Rohren bildet sich dann eine Kalk-/Eisen-Inkrustierung, die die Rohrleitungen verengt und letztlich verstopft. Die physikalische Wasseraufbereitung kann hier Abhilfe schaffen. Da die Kalkmoleküle lose bleiben, kann diese Inkrustierung nicht entstehen. Bestehende Inkrustierungen werden langfristig wieder abgebaut.
Wenn das Leitungssystem gespült wird, wird der lose Schlamm konzentriert ausgetragen. Die Rostbelastung wird dadurch vermindert.
Bei anderen Leitungssystemen (Kupfer,Edelstahl,PVC) tritt die Rostbelastung nicht auf.

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5. Entsteht durch die physikalische Wasseraufbereitung Lochfraß?

Lochfraß im Leitungssystem hat viele Ursachen.

Grundsätzlich wird dadurch kein Lochfraß verursacht. Liegt jedoch bereits Lochfraß vor, die die Kalkinkrustierung zunächst verstopft hat, so können sich diese Löcher wieder freisetzen, da der Kalk mürbe wird. Langfristig würde der Korrosionsprozess jedoch fortschreiten, sodass auch der Kalk die Schadstelle nicht mehr verschließen kann.
Die physikalische Wasseraufbereitung löst die korrodierenden Eisenpartikel, sodass eher eine positive Situation geschaffen wird. Letzlich ist es ohnehin preiswerter Einzelstellen zu reparieren, als eine total verstopfte Leitung zu erneuern. Häufig wird das verkannt, da man den Leitungszustand erst bei gravierendem Druckabfall oder schwachem Wasserfluss bemerkt. Dann ist es allerdings zu spät.

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6. Ist die physikalische Wasseraufbereitung bei Altbauten noch sinnvoll?

Wollen Sie Ihr Leitungssystem vor Verkalkungen schützen oder lieber eine totale Rohrsanierung durchführen?

Wenn Sie Ihr Leitungssystem vor Verkalkungen schützen wollen, sollten Sie diese Maßnahme durchführen, bevor es zu spät ist. Bei nur noch schwachem Wasserfluss reicht die Verwirbelung im Rohr nicht mehr aus, um den sich lösenden Kalk auszuspülen. Darüber hinaus ist es ohnehin ein langfristiger Prozess, bestehende Inkrustierungen zu lösen.
Die positive Wirkung im Reinigungsbereich ist natürlich auch hier ein angenehmer Effekt, den viele Anwender zu schätzen wissen.

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7. Sollten Neubauten schon mit physikalischer Wasseraufbereitung ausgestattet werden?

Möchten Sie Ihre wertvollen Sanitäreinrichtungen vor Verkalkungen schützen?

Bei Wasserhärten ab 2° dH ist das empfehlenswert, weil Sie damit die sanitären Einrichtungen (Duschkabinen, Duschköpfe, Waschbecken, Wasserhähne) und Heißwassergeräte vor Verkalkungen schützen und weniger Reinigungsaufwand haben. Auf aggressive Reinigungsmittel, die langfristig die Oberflächen angreifen, können Sie verzichten. Im Leitungssystem bildet sich ein dünner Schutzfilm, der korrosionshemmend wirkt.

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8. Wie erfolgt die Montage des Maxical-Kalkwandlers?

Einfache Montage auf dem Rohr.

Das Gerät wird hinter der Wasseruhr montiert, um die gesamte Wasserinstallation (Kalt- u. Warmwasser) zu behandeln. Es werden 2 Spulen um das Rohr gewickelt, die die Magnetfelder bilden und die Frequenzen zur Ionenverwirbelung übertragen. Das Steuergerät kann bei den kleinen Systemen mit Kabelbindern auf dem Rohr oder wie bei den großen Systemen an die Wand geschraubt werden. Es muss also kein Rohr aufgetrennt werden. Damit kann das System auch bei engsten Verhältnissen angebracht werden.
Es ist ein Stromanschluss von 230 V / 50 Hz erforderlich. Die Stromkosten sind gering (2,5 bis 5 Watt/h je nach Gerätegröße).

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9. Wie kann die Wirkung kontrolliert werden?

Schon nach einigen Tagen ist die Wirksamkeit deutlich sichtbar.

Da die Kalkwandlung eintritt, sobald Wasser durch die Magnetspulen fließt, ist eine Veränderung des Wassers schon nach 1 - 2 Tagen feststellbar. Die Kalkflecken auf Wasserhähnen, an Duschkabinen und im Waschbecken lassen sich leicht feucht abwischen. Überall dort, wo Fettanhaftungen vorliegen, sollten Sie fettlösende Spülmittel verwenden, keinen Essig oder andere scharfe Kalklöser. Im Wasserkocher kann der ausfallende Kalk feucht weggewischt werden. Bei Heizschlangen brennt ein dünner Kalkfilm auf, der sich immer wieder ablöst. Die Siebe an den Wasserhähnen bleiben sauber. Die Duschkopfoberfläche sollten Sie feucht abwischen, damit sich langfristig keine Kruste durch antrocknenden Kalk bilden kann.
Das Wasser wirkt weicher, da die Kalkkristalle gesättigt sind. Deshalb können Sie Wasch- und Spülmittel reduzieren und auf Calgon ganz verzichten.

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